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Der Studiengang Elektrotechnik ermöglicht vielfältige spannende Arbeitsfelder im späteren Berufsleben. Einfach jegliche Technik wird mit elektrotechnischen Mitteln konzipiert, geplant und betrieben. Als Spezialisierung innerhalb der Elektrotechnik wird die Studienrichtung Automatisierungstechnik angeboten. Hier wird sich insbesondere damit beschäftigt, wie man Anlagen quasi per Knopfdruck auf dem PC in Bewegung setzt. Es geht also um das Steuern von beliebigen Prozessen der Fertigungs-, der Prozesstechnik und der Energieerzeugung, denn keine Produktionsanlage produziert, kein Auto fährt und kein Kraftwerk erzeugt Energie ohne Automatisierungstechnik. Mit vernetzten und prozessorgesteuerten elektrischen Antrieben bewegt die Automatisierungstechnik unsere Gesellschaft zum Wohle des Menschen und der Umwelt. Damit ist Sie quasi das Herz und das Gehirn unserer Industriegesellschaft.

Durch eine laborgestützte Lehre und Forschung bietet das Institut für Automatisierungstechnik mit seinem Bachelorstudiengang Elektrotechnik eine praxisorientierte, berufsqualifizierende Ausbildung an. Im Anschluss hieran besteht die Möglichkeit, sich im Rahmen des Masterstudiengangs Elektrotechnik weiter im Bereich der Automatisierungstechnik zu vertiefen. Entsprechend einer breiten Grundausbildung in allen wichtigen Fächern der Elektrotechnik, ist den Absolventen jede ingenieurmäßig auf dem Gebiet der Elektrotechnik zu besetzende Position in Wirtschaft, Industrie und öffentlichem Dienst im In- sowie im Ausland zugänglich.

Studienziele

Die Automatisierungstechnik reicht als Querschnittswissenschaft von der Feld- bis zur Prozessleitebene. Dementsprechend werden den Studierenden fundierte elektrotechnische Kenntnisse in der Anwendung und Integration moderner Sensorik und Aktorik vermittelt. Hier sind das Messen analoger elektrischer und nicht elektrischer Größen, die Erfassung, Analyse und Bewertung komplexer Produktionssituationen durch Bildverarbeitung, die elektrische Antriebstechnik einschließlich der notwendigen leistungselektronischen Stellglieder und die zumeist digitaltechnische Anbindung der Sensorik und Aktorik an die Steuergeräte hervorzuheben. Um die Reproduzierbarkeit von Produkten und Produktionsprozessen bei höchster Verfügbarkeit und optimaler Auslastung von Anlagen und Maschinen sicherzustellen, ist ein tiefes systemtechnisches Verständnis notwendig, weshalb die automatisierungstechnische Ausbildung eine breite Basis in Mathematik, in der Modellierung analoger und digitaler Signale und Systeme, in Steuerungs-, Regelungs- und Prozessleittechnik zwingend erforderlich macht. Abschließend erwirbt der zukünftige Automatisierungstechniker vertiefte Kenntnisse in der qualitätsgesteuerten Softwareentwicklung. Zielsysteme sind neben modernen, vernetzten Mikrocontrollern auch vernetzte SPS und Prozess-leitsysteme.

Berufsfelder

Ingenieure der Automatisierungstechnik sind aufgrund ihrer fundierten systemtechnischen und ihrer inhaltlich breiten Ausbildung prädestiniert, in vielen Sparten der Industrie Projekte zu bearbeiten oder diese maßgeblich mitzugestalten. Nicht nur in der Prozessindustrie sondern auch in der Automobil- und Nutzfahrzeugindustrie ist durch den vermehrten Einsatz vernetzter, prozessorgesteuerter Systeme in Fahrzeugen ein großer Bedarf an Fachkräften z.B. im Bereich der Entwicklung und Projektierung zu verzeichnen. Weitere Einsatzgebiete für Automatisierungstechniker finden sich im Bereich der Antriebsentwicklung, aber auch im Bereich der regenerativen Energieerzeugungsanlagen.

Studium

Der Studienverlaufsplan des Bachelorstudiengangs orientiert sich mit seinem Curriculum an den Empfehlungen von Berufsverbänden und den zahlreichen Firmen, mit denen das Institut kooperiert. Im ersten Studienjahr erfolgt die Ausbildung in mathematisch naturwissen-schaftlichen sowie elektrotechnischen und informationstechnischen Grundlagenfächern. Im zweiten und dritten Studienjahr werden spezielle auto- matisierungstechnische Kenntnisse vermittelt. Diese werden durch außerfachliche Qualifikationen wie technisches Englisch oder betriebswirtschaftliches Basiswissen ergänzt. Ein Fachpraktikum und eine Bachelorarbeit schließen den Studiengang ab. Eine Vielzahl von Wahlfächern ermöglicht den Studierenden eine Spezialisierung entsprechend der persönlichen Neigung. Ingenieurmäßiges Arbeiten wird während der Mitarbeit in einem der Laboratorien des Instituts vermittelt, in dem in der Regel auch die Bachelor- bzw. Masterarbeit ausgeführt wird. Dabei erfolgt oft die Einbindung in Forschungsprojekte, teils in Kooperation mit attraktiven industriellen Partnern aus dem In- und Ausland. Der Studiengang ist so aufgebaut, dass bei ordnungsgemäßem Studium der Abschluss zum Bachelor of Science Elektrotechnik nach sechs Semestern gewährleistet ist. Nach weiteren vier Semestern gemäß dem Studienverlaufsplan des Masterstudiengangs ist der promotionsqualifizierende, akademische Grad Master of Science zu erreichen.

Modularer Aufbau

Der modulare Aufbau des Studiums und die Bewertung der Module und Lehrveranstaltungen nach dem European Credit Transfer System (ECTS) erleichtern den internationalen Studierendenaustausch. Der Studiengang sieht einen Umfang von insgesamt 180 ECTS Punkten vor.

Studienvoraussetzungen

Die Fachhochschulreife (schulischer und praktischer Teil) oder das Abitur bzw. ein gleichwertiger Abschluss berechtigen zum Studium. Weiterhin ist ein Nachweis einer einschlägigen praktischen Tätigkeit von 8 Wochen (in der Regel vor Studienbeginn) erforderlich.

Studienbeginn

Das Bachelorstudium beginnt im Wintersemester, das Masterstudium kann hierzu konsekutiv oder von extern kommend sowohl im Sommer- als auch im Wintersemester aufgenommen werden. Die Lehrveranstaltungen bestehen aus Vorlesungen und Übungen, die durch Praktika ergänzt werden.
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Studienverlaufsplan Bachelorstudiengang
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